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Copyright Fotos: Barbara Schwartz

Verein Lübecker Stadtführer e.V.

Jüdisches Leben in Lübeck

unter dem Holstentor Lübeck

Preis pro Führung: 115,00 € ‐ Maximale Teilnehmer: 15

Gästeführerin: Barbara Schwartz

schwartz.bas@gmail.com

Diese Stadtführung widmet sich der Geschichte des jüdischen Lebens in Lübeck – einer Geschichte, die von kultureller Vielfalt und gesellschaftlichem Engagement ebenso geprägt ist wie von Ausgrenzung und Verfolgung.
Über viele Jahrhunderte war es jüdischen Menschen nicht erlaubt, sich dauerhaft innerhalb der Lübecker Altstadt niederzulassen. Erst während der französischen Besetzung Lübecks zu Beginn des 19. Jahrhunderts änderte sich diese Situation vorübergehend. Nach dem Abzug der französischen Truppen wurden die erlangten Rechte jedoch zunächst wieder zurückgenommen.
Im Mittelpunkt der Führung steht die Lübecker Synagoge als bedeutender Ort jüdischen Lebens in der Hansestadt. Auf Wunsch kann ein Besuch des Innenraums ermöglicht werden. Die Synagoge steht dabei nicht nur für die lange Geschichte der jüdischen Gemeinde, sondern auch für deren Wiederaufbau und heutiges Leben.
Weitere Stationen der Führung erzählen von der Entwicklung der jüdischen Gemeinde, von prägenden Persönlichkeiten und von der Erinnerungskultur in Lübeck. Dazu gehört die Arbeit der Stolperstein-Initiative Lübeck, die mit ihren im Stadtbild verlegten Gedenksteinen an Menschen erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, vertrieben oder ermordet wurden.
Ein besonderer Blick gilt Rabbiner Felix F. Carlebach. Der 1911 in Lübeck geborene deutsch-britische Rabbiner musste während der NS-Zeit Deutschland verlassen und fand in Großbritannien eine neue Heimat. Nach dem Krieg blieb er seiner Geburtsstadt verbunden und trug wesentlich zum jüdisch-christlichen Dialog und zur Verständigung bei. Im Jahr 1987 verlieh ihm die Hansestadt Lübeck die Ehrenbürgerwürde – als Zeichen der Anerkennung und als Ausdruck der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

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