Würzburger Gästeführer e.V.
900 Jahre jüdisches Leben in Würzburg
Do. 16.07.2026 00:00
Kiliansdom
Preis pro Person: 10,00 € ‐ Preis pro Führung: 150,00 € ‐ Maximale Teilnehmer: 25
Gästeführerin: Maria-Anna Foohs
Seit ich 1996 die Prüfung als Offizielle Gästeführerin der Stadt Würzburg machte, habe ich ständig mein Angebot erweitert.
Ich bin gebürtige Würzburgerin, mein Vater wurde sogar auf der Festung geboren (1923), da mein Großvater bis 1925 dort oben Oberschirrmeister war.
Ich habe Geschichte &‘Englisch studiert. Machte 1998 auch eine Fortbildung im Shalom Europa, dem jüdischen Kulturzentrum.
Würzburg wurde zu Zeiten des 1. Kreuzzugs Zufluchtsort für Juden aus dem Gebiet Mainz/Köln, der Würzburger Fürstbischof gewährte Schutz gegen eine Judensteuer. 1198. Aber als 1249 die Pest Europa heimsuchte wurden die Juden beschuldigt, die christlichen Brunnen vergiftet zu haben! Die Pest kam nie nach WÜ, aber einer Bürgerwehr vertrieb oder ermordete viele Juden.
Unter Fürstbischof Julius Echter gab es im späten 16. Jhdt ein Verbot für Juden in der Stadt zu wohnen > sie zogen nach Heidingsfeld (damals eine eigene kaiserliche Stadt) oder ins fränkische Umland und begannen den Handel mit Wein und erfanden den Bocksbeutel.
Natürlich informiere ich auch über die jüngere Geschichte, insbesondere die Deportationen 1942 nach Riga.
Marianne Rein war eine junge Dichterin, deren Werke man vor ca 20 Jahren bei Recherchen fand, die ebenso in Riga umkam.
Heute lebt eine große jüdische Gemeinde hier, seit nach 1991 fast 2000 russische Juden hierher auswanderten.
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